Literatur zu Vernetztem Denken

Bibiothek

Ich verwende die Online-Literaturverwaltung Citeulike, in der man nicht nur seine Fundstellen eintragen und in verschiedene Formate exportieren kann, sondern auch sehen kann, welche anderen Benutzer die gleichen Einträge in ihren Listen haben. Auf diese Weise ist es möglich, neue Quellen zu finden, auf die man selber nicht gekommen wäre (vier Augen sehen mehr als zwei).

In diese Datenbank trage ich vor allem wissenschaftliche Paper ein, die ich online gefunden habe. Meine bisher gelesenen Bücher sind noch unvollständig, werden aber kontinuierlich eingepflegt.

Die Quellen zum Thema Vernetztes Denken habe ich unter dem Tag „systemdenken“ abgelegt. Wer sich für weiterführende Literatur interessiert, sei hiermit auf meine Liste verwiesen: http://www.citeulike.org/user/Torsten_Holmer/tag/systemdenken

In zukünftigen Beiträgen werde ich einzelne Autoren, Bücher und Paper besprechen, um die verschiedenen Richtungen und Themen des Gebietes darzustellen. Stay tuned!

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Wozu vernetzes Denken?

Das Thema Vernetztes Denken und seine Rolle bei der Verbesserung der Welt interessiert mich seit den ersten Büchern von Frederic Vester wie „Ballungsgebiete in der Krise“, „Unsere Welt, ein vernetztes System“ und natürlich „Neuland des Denkens – Vom technokratischen zum kybernetischen Zeitalter“. Ein weiterer Impuls ergab sich durch die Arbeiten von Dietrich Dörner, der sich mit der Fähigkeit des Menschen zum Lösen von komplexen Problemen beschäftigt hat und in seinem Buch „Die Logik des Mißlingens – Strategisches Denken in komplexen Situationen“ einen betrüblichen Zustand der Problemlösefähigkeit des Menschen feststellte. In neuerer Zeit hat sich der leider verstorbene Günther Ossimitz wieder verstärkt mit der Frage beschäftigt, wie man vernetztes Denken definiert und wie es in der Schule erlernen kann.

Da ich der festen Überzeugung bin, dass viele alte und aktuelle Probleme durch vernetztes Denken ganz anders angegangen werden können als bisher, will ich an dieser Stelle über meine Erfahrungen und Ansichten sowie über die wissenschaftlichen Aspekte des vernetzten Denkens/systemischen Denkens berichten. „Der Vernetzer“ soll zeigen, dass es einerseits wichtig ist, über den Tellerrand der Einzeldispiplinen hinauszugehen und nach allgemeinen Mustern zu suchen, die Problemkonstellationen charakterisieren. Andererseits soll demonstriert werden, dass die meisten Probleme eine vernetzte Struktur haben und die Abbildung dieser Wirkungsstrukturen in Form graphischer und interaktiver Diagramme einen unverzichtbaren Zugang zu Lösungsmöglichkeiten bietet. Es wird also auch über Software zu reden sein und wie man diese kollaborativ zur gemeinsamen Exploration von komplexen Problemen einsetzen kann.

Ich wünsche mir und Euch als meinen Lesern eine spannende Zeit und alle Seiten bereichernde Diskussionen.

Torsten Holmer, Dresden, 4.11.2014